Der Setzkasten für den Konzertveranstalter: Biographie, Fotos, Kritiken  

 

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Pressefoto 6 von Günther Specht (Bielefeld 2006)

Pressefoto 9

 

Pressefoto 10 (Xu Fengxia mit Sanxian)

 

 

 

 

 

 

Pressefoto1 von Roger Humbert (Toronto 2005)

Pressefoto 2 von Roger Humbert (Toronto 2005)

Pressefoto 7 von Harald Morsch

Pressefoto 8 von Harald Morsch

Pressefoto 5 (von Eckart Schönlau)

Pressefoto 3 (Xu Fengxia spielt Sanxian.Foto von Michael Hoefner, Moers Festival 2008)

 

Pressefoto 4 ( Xu Fengxia spielt Sanxian)

 

 

Biographie ausführlich

Biographie kurz

 

 

  Aussagen zur Musik von Xu Fengxia  

Ein bisschen sieht sie aus wie ein Hackbrett oder eine Zither. Ihr üblicher Einsatzort ist die Pekingoper, die sie mit filigranem Gezirpse grundiert.Aber eine Guzheng, wie dieses alte chinesische Saiteninstrument heißt, kann auch anders. Sie kann eine rhythmische Energie entfesseln, die es mit Strawinskys Sacre du Printemps aufnehmen könnte, sie kann Strukturen erfinden, die so vielgliedrig und komplex sind, dass sie nur der großen weiten Welt der freien Improvisation entstammen können, sie kann den virtuosen Gitarrero imitieren und sie kann sich ganz verschämt im Zarten verlieren. Sie kann all das aber nur, wenn Xu Feng Xia dahinter sitzt. (Tim Gorbauch zu einem Konzert von Xu Fengxia und dem Posaunisten Johannes Bauer im Jazzkeller Hofheim)

 

Xu Fengxia und Baby Sommer bei einem Konzert in Shanghai 2008.

 

 

 

 

 

Nicht nur, dass sie das Klangempfinden ihrer Heimat einbrachte: Xu Fengxia, die seit 1995 mit Kowald zusammenarbeitete, erwies sich einmal mehr als große Improvisatorin.Mit Wu Wei schlägt sie einen großen Bogen von der Anfängen der chinesischen Zivilisation bis zu modernen Klanggemälden. (Jazzpodium 12-2002 zu einem Auftritt beim Total Music Meeting Berlin)

 

 

 

 

 

 

  Im Trio mit Wolfgang Fuchs und Roger Turner brachte sie das lyrische und martialische Klangempfinden Chinas ein. Wie der Klarinettist und der Schlagzeuger einen wie selbstvergessen wirkenden epischen Gesang Xu Fengxias vorsichtig umspielten, zählte zu den glücklichsten Momenten des Total Music Meetings." Matthias R. Entreß (Berliner Morgenpost)  

Xu Fengxia solo in Rüssselsheim- eine Konzertkritik von Klaus Muempfer

Xu Feng Xia hat in Deutschland viel mit Musikern des Freien Jazz zusammengearbeitet - allen voran dem verstorbenen Bassisten Peter Kowald. Das spiegelt sich in manchen Stücken wider, in denen sie die Grundmelodie in schnellen rhythmischen Fortschritten ausufern lässt und in Kreisbewegungen zerfasert, zu denen sie im nasalen und manchmal schrillen Pressgesang der chinesischen Tradition zu gurren und schnurren anfängt, schnalzt und scattet, bis das sich wieder zusammenfügende Thema nach einem Bassgewitter auf dem Instrument sanft ausläuft. Da ist gar ein kurzer Einschub im Drei-Viertel-Takt und eine jazzige Improvisation zu hören. Blue-Notes ähnlich verschmiert Xu Feng Xia die Töne, indem sie die „Yan Zhu“ genannten Stege unter den Saiten der Zither während des Spiels verschiebt und neue Stimmungen schafft. Die rechte Hand verändert durch Herabdrücken der Saiten noch die Tonhöhe, produziert Slide-Effekte. Schließlich lässt Xu Feng Xia zur Unterstreichung ihrer Vokalisen noch die Saiten des Instruments mit Slap-Effekten auf die Stege knallen. Schließlich hat die Künstlerin noch eine Percussionstechnik des Handballenspiels auf den angerissenen Saiten entwickelt, in der Melodie und Rhythmus untrennbar verschmelzen. Eher der europäischen Avantgarde verpflichtet als China und Jazz, ist schließlich eine Improvisation mit dem Violinbogen auf der Guzheng – mit Kratzgeräuschen, Skalen in kreisenden Strichen, Melodiefragmenten. Vor allem aber ist es der Wechsel zwischen besinnlichen Melodien und dramatischen Arpeggien, der den Zuhörer in Bann zieht. Diese auf- und absteigenden Tonfolgen im Harfenklang in Verbindung mit percussiven Wellen – wie sie schon in der südchinesischen Tempelmusik gepflegt wurde – und ihr zeitweilig sirenenhafter Gesang (im übertragenen wie im wörtlichen Sinn) üben eine geradezu magische Wirkung aus. Vor allem dann, wenn Xu Feng Xia noch indische und mongolische Elemente in ihre Mixtur aus höfischer chinesischer Musik und den Volksweisen aus verschiedenen Provinzen einbezieht. So klingt „Weltmusik“ im besten Sinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

  Musik und Stimme pur 31.05.2006 / WAZ / LOKALAUSGABE / HERNE Die chinesische Musikerin Xu Fengxia spielte vor fast 100 Zuhörern in der Künstlerzeche Unser Fritz. Konzert zur Ausstellung "Qi Yang: 8888 = Vier Mal Glück" begeisterte das Publikum Sparsam mit zwei Scheinwerfern beleuchtet, auf einem knallig roten Podium inmitten der Schwarzkaue, umrahmt von Bildern, saß sie am letzten Freitag da: die chinesische Musikerin Xu Fengxia. Die Künstlerzeche hatte im Rahmen der Ausstellung "Qi Yang: 8888 = Vier Mal Glück" zu einem Konzert eingeladen. Fast 100 Zuhörer waren gekommen, die ungewöhnliche Musik zu hören. Zunächst saßen viele ein wenig verwundert da, fragten sich, wie eine so zierliche Musikerin mit ihrem Instrument und ihrer Stimme ohne Mikrofon und Verstärker die große Halle füllen wollte. Aber als Xu Fengxia ihrer Guzheng, einem traditionellen chinesischen Saiteninstrument, die ersten Töne entlockte, war die Skepsis verflogen. Und nachdem der Gesang einsetzte, ließ sich die Begeisterung des Publikums schon fast spüren. Langsam erfüllten die gezupften und angerissenen Saiten den Raum, kontrastiert von einer sanft schmeichelnden bis fast aggressiv drohenden Stimme. Ruhige, fast meditative Klänge steigerten sich zu einem heftigen Ineinander von Tönen und Geräuschen, die Xu Fengxia mit Fingern und Fäusten aus den Saiten lockte. Meistes gehe es in den Texten um Liebe, Schmerz, um Trennung und das Treffen von zwei sich Liebenden, erklärte Xu Fengxia. Doch man musste die Worte eigentlich nicht verstehen, um die emotionalen Spannungen dieser Musik nachvollziehen zu können. Xu Fengxia spielte klassische chinesische Kompositionen und eigene Bearbeitungen und Kompositionen nach traditionellen Gedichten. Doch manchmal schaute auch die Rockmusikerin ein wenig durch. Dann klang es schon mal nach Blues und auch die Rhythmen wurden schneller. Nach fast zwei Stunden bedankte sich das begeisterte Publikum mit stehenden Ovationen. Mit einem romantischen chinesischen Wiegenlied entließ Xu Fengxia die Zuhörer in die dunkle Nacht. Der Künstlerzeche ist mit dem Gastspiel dieser ungewöhnliche Musikerin, die sonst eher in den großen Konzertsälen von Amsterdam bis New York zu Hause ist, ein großer Wurf gelungen. FH